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    Neue Alternativen für Tierversuche anerkannt

    07.12.17 | 08:00 Uhr

    L’Oréal-Forscher entwickeln zwei alternative Methoden zur Untersuchung von Wirkstoff-Verträglichkeit

    Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat zwei neue, von L’Oréal entwickelte Alternativen für Tierversuche verabschiedet, die der Untersuchung von Hautallergien und Augenreizung dienen. Mit der Anerkennung der Methoden „U-SENS™“ und „HCE EIT“ ermöglicht die OECD laut L’Oréal die branchenweite Verwendung dieser Tests zur Vorhersage potenzieller Nebeneffekte von Kosmetik-Wirkstoffen.

    L’Oréal zufolge muss die Kosmetikindustrie sicherstellen, dass Wirkstoffe im Endprodukt keine unerwünschten Effekte wie Hautallergien oder Augenreizungen auslösen, um die Verbrauchersicherheit zuverlässig garantieren zu können. Da die EU seit 2013 keine Tierversuche mehr zulässt, wurden sukzessive In-vitro-Methoden entwickelt, um mögliche Nebeneffekte vorherzusagen.

    In den Forschungslaboren von L’Oréal wurden daraufhin zwei wissenschaftliche Methoden als Alternativen zu Tierversuchen entwickelt: „U-SENS™“ und „HCE EIT“ (Human Corneal Epithelium Eye Irritation Test). Wie das Unternehmen nun berichtete, nahm die OECD beide Testverfahren im Oktober in die OECD-Prüfrichtlinien 2017 auf und verschaffte ihnen damit weltweit Beachtung und rechtliche Anerkennung bei allen Branchen, die zukünftig die Methoden verwenden möchten.

    „U-SENS™“-Methode: Vorhersage von Sensibilisierungspotenzial

    Bei einer Hautallergie handelt es sich um eine verzögerte immunologische Reaktion, die bei wiederholtem Kontakt mit sensibilisierenden Stoffen aus der Umwelt, einer Chemikalie oder einem Kosmetikprodukt auftrete, so L’Oréal. Diese Reaktion sei das Resultat komplexer Mechanismen, welche zu Entzündungsreaktionen auf der Haut führen. Mit der von L’Oréal entwickelten „U-SENS™“-Methode kann eine Hautallergie eigenen Angaben nach entdeckt und vorhergesagt werden. Die Methode wurde zudem 2016 von der EURL-ECVAM (European Union Reference Laboratory for Alternatives to Animal Testing) als wirksam und reproduzierbar eingestuft.

    „HCE EIT“-Methode: Erkennung von Augenreizungspotenzial von Chemikalien

    Eine Augenreizung zeichnet sich L’Oréal zufolge durch eine sofortige reversible oder irreversible Reaktion auf der Hornhaut oder Bindehaut des Auges aus. Diese kann zu einer Rötung oder einem brennenden Gefühl führen. Zur Vorhersage von Augenreizungen hat das Unternehmen die „HCE EIT“-Methode entwickelt, basierend auf einem Modell der menschlichen Hornhaut, das humane histologische und morphologische Eigenschaften reproduziert. Diese Methode wurde, wie L’Oréal mitteilte, ebenfalls 2016 von der EURL-ECVAM validiert.

    Quelle: L‘Oréal, Foto: fotolia / Robert Przybysz

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