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    Kosmetik zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen

    02.10.17 | 08:30 Uhr

    Entwicklung dieser Produktkategorie bleibt auf dem europäischen Markt verbesserungswürdig

    Verglichen mit dem asiatischen und dem US-amerikanischen Kosmetikmarkt, wo sogenannte anti-pollution Kosmetika zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen bereits Normalität sind, bleibt Europa laut einem Bericht von Mintel in dieser Kategorie bisher noch zurück. Das Marktforschungsunternehmen rät den europäischen Kosmetikmarken daher, ihre Aktivität in diesem Bereich mit der Herstellung zielgerichteter Rezepturen und Marketingstrategien zu erhöhen.

    Europa: Entwicklung von Produkten zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen stagniert

    Obwohl vergleichsweise wohlhabende europäische Städte über eine bessere Luftqualität verfügen als ärmere Länder, stellt Umweltverschmutzung auch hier ein wichtiges Thema dar. Nur vier bis sieben Prozent der Verbraucher in Deutschland, Frankreich und Italien sind laut des Berichts der Meinung, dass Umweltverschmutzung kein wichtiges Thema in ihrem Land sei. Trotz dieser Zahlen und Informationsmaßnahmen europäischer Regierungen zu den Gefahren von Umweltverschmutzung reagiert die Industrie für Beauty- und Körperpflegeprodukte aktuell eher zurückhaltend in diesem Bereich.

    Dem Bericht des Marktforschungsunternehmens zufolge stagniert der europäische Kosmetik- und Körperpflegemarkt hinsichtlich der Produktentwicklung von Kosmetikartikeln zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen. Laut der Mintel-Datenbank für Neuprodukte weltweit machten diese Produkte 2015 und 2016 lediglich einen Anteil von 1,3% der europäischen Markteinführungen im Beauty- und Körperpflegesegment aus. Zwischen Januar und Mai dieses Jahres fiel diese Zahl sogar auf 1,2%. Im Vergleich dazu wuchs die Einführung von Produkten gegen extrinsische Hautalterung im asiatisch-pazifischen Raum von 1,2% (2015) auf 1,7% (2016).

    Klinische Daten als Kaufargument

    Den veröffentlichten Daten nach gab ein Drittel deutscher Konsumenten an, dass Hautpflegeprodukte zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen nicht nützlich seien. Die Erhebung von Mintel ergab zudem, dass ein Viertel der französischen Konsumenten nicht an die Wirksamkeit von "anti-pollution" Haarpflege in diesem Bereich glaubt.

    Daneben bestätigte die Befragung aber auch, dass beinahe die Hälfte der spanischen sowie ein Drittel der französischen Verbraucher gern lernen würde, wie man sich besser vor schädlichen äußeren Einflüssen schützen kann. Mintel zufolge haben in den letzten zwei Jahren Testagenturen zusätzlich an Auswertungsprotokollen von Schutzmaßnahmen gegen Umweltverschmutzungen gearbeitet, die Beauty-Marken wiederum wirksam einsetzen können, um skeptische Konsumenten zu überzeugen.

    Erweiterte Haarpflege bietet Schutz vor Umweltverschmutzung

    Laut der Befragung des Marktforschungsinstituts gaben nur 15% der italienischen Konsumenten an, bisher Haarpflegeprodukte zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen erworben zu haben. 37% der Befragten bestätigten allerdings ihr Interesse daran. Die geringen Zahlen sind Mintel zufolge auf einen Mangel an Verfügbarkeit zurückzuführen. Obwohl sich 2016 die Entwicklung dieser Produkte in Europa verdoppelt hat, stellen sie den Angaben Mintels nach lediglich einen Anteil von 1,1% der gesamten Haarpflege-Produkteinführungen dar.

    Nichtsdestotrotz haben einige Marken Haarpflegeprodukte zum Schutz vor Umwelteinflüssen entwickelt. Unter anderem nennt Mintel die Marke Aveda, die einen Cleanser hergestellt hat, der die natürliche Schutzbarriere der Kopfhaut unterstützt und sie mit Nährstoffen versorgt. Für Haar, das Staub, Verschmutzung und kalkhaltigem Wasser ausgesetzt ist, bietet Shu Uemura ein Urban Moisture Shampoo sowie einen passenden Conditioner, eine Kur und ein Serum an.

    Maßnahmen der Beauty-Marken

    Nach Angaben von Mintel engagieren sich außerdem immer mehr Beauty-Hersteller bei der Bekämpfung von Umweltverschmutzung. Mintel verweist dabei exemplarisch auf die Kampagnen zum Schutz der Umwelt von großen Kosmetikunternehmen wie Shiseido oder The Body Shop.

    Shiseido platzierte vergangenes Jahr in Madrid ein großflächiges Werbebanner, das nach Angaben des Unternehmens Treibhausgase aus der Luft entfernen solle. The Body Shop startete im Mai 2017 in London eine ähnliche Kampagne: Es wurden Werbeplakate angebracht, die mit der Technologie von Airlabs Stickstoffoxid und Feinstaub aus der Luft entfernen und sie um 95% sauberer zurücklassen sollen.

    Quelle: Mintel, Foto: Fotolia / Chinnapong

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