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    Ein berühmtes Gesicht allein reicht nicht mehr aus

    29.09.17 | 08:29 Uhr

    Internationaler Parfum-Markt: Verbraucher ziehen günstigere Lifestyle-Düfte den Parfums der Stars vor

    Im kürzlich veröffentlichten Bericht des Marktforschungsunternehmens Euromonitor International präsentiert das Unternehmen aktuelle Veränderungen des globalen Duftmarkts. Dabei steht vor allem der Wandel der Konsumentennachfrage von exklusiven Düften der Promis zu einer neuen Kategorie an Lifestyle-Düften, welche einen höheren sozialen Status anzeigen sollen, im Fokus.

    Schlüssel zum Erfolg: Authentizität statt Berühmtheit

    Babe Power, der erste Duft im Sortiment des britischen Modehändlers Missguided, ist seit der Einführung Anfang des Jahres erfolgreicher als führende Marken und das obwohl Missguided weder mit einem Prominenten geworben hat noch ein Luxussymbol darstellt – dies geht aus dem Bericht von Euromonitor hervor. Stattdessen identifiziert sich eine junge Zielgruppe emotional mit der Marke, ähnlich wie schon bei Victoria’s Secret und Hollister zuvor. Das Konsumentenstreben nach der Zugehörigkeit zu einer jungen Gruppe sowie die Identifikation mit dem Produkt an sich kommt Euromonitor zufolge hauptsächlich durch Social-Media-Aktivitäten zustande.

    Obwohl der Prominentenstatus weiterhin wichtig zu sein scheint, hat sich die Kernmotivation der Verbraucher verschoben von der angestrebten Imitation einer Einzelperson zum Zugehören zu einer sozialen Gemeinschaft, so das Marktforschungsunternehmen. Düfte von Rihanna und Beyoncé konnten laut dem Bericht trotz ihrer Prominenz in den vergangenen Jahren keine signifikante Marktveränderung erreichen. Euromonitor nach verdeutlicht dies, dass Berühmtheit allein kein Garant für Erfolg in der Parfumindustrie zu sein scheint.

    Der Erfolg von prominenten Parfums liegt hauptsächlich an der Beliebtheit von Popstars wie Ariana Grande oder Social-Media-Berühmtheiten und Influencern wie Zoella, so Euromonitor. Genereller Erfolg hingegen basiert laut dem Bericht des Marktforschungsunternehmens auf Authentizität und der Fähigkeit, Konsumenten von einem für sie erreichbaren Lifestyle, der zugleich Gruppenzugehörigkeit vermittelt, zu überzeugen. Besonders für junge Konsumenten, die weniger Geld zur Verfügung haben, sei damit die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe leichter zu erreichen als das Streben nach Exklusivität.

    Veränderte Nachfrage auf dem Parfum-Markt

    Marktführer auf dem Massenmarkt für Parfümerie haben auf diese Weise zahlreiche Konsumenten von typischen, starken Parfümsorten weggelockt hin zu günstigeren und kurzlebigeren Alternativen, die inzwischen ausgedehnte Duftroutinen ersetzen. Der Personalisierungstrend gemeinsam mit dem Bedürfnis nach ein wenig Nostalgie hat die Bewegung für überlagernde Düfte gefördert, berichtet Euromonitor.

    Zudem sei aufgrund der Preisgrenzen beim Besitzen eines hochwertigen Parfümbestandes das Überlagern von Düften zuträglicher für den Bereich der Massenprodukte. Aufgrund dessen haben dem Bericht zufolge die Verkäufe von Deodorants und Bodysprays den Verkauf von Düften des Massenmarkts auf den wichtigen entwickelten Märkten in gewissem Maß für sich beansprucht. Diese Produkte ersetzen nun die alltägliche Verwendung von Parfümen, welche sich die Konsumenten laut Euromonitor primär für besondere Anlässe und soziale Veranstaltungen aufsparen.

    Quelle: Euromonitor international, Foto: fotolia, Africa Studio

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