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    Vom Produktdesign zum Sensorischen Design

    11.07.17 | 11:15 Uhr

    CERTESENS berät zur Verbesserung der sensorischen Attraktivität von Kosmetikverpackungen

    Produkte, die positive Assoziationen beim Verbraucher wecken – ein Ziel das Hersteller, Technologen und Designer beim Entwurf von Verpackungen verfolgen. CERTESENS, ein französisches Labor, hat sich auf die Bewertung der damit zusammenhängenden Sinneseindrücke, Wahrnehmungen und Emotionen zur Verbesserung des Produktdesigns spezialisiert. Alexandre Rampollo, Key Account Manager bei CERTESENS, zeigte vor kurzem in seinem Fachvortrag auf der CosmeticBusiness 2017, wie Kosmetikmarken die Attraktivitätskriterien ihrer Produkte mit sensorischen Techniken verbessern können.

    Wirkungsebenen: Sinneseindrücke, Wahrnehmungen, Emotionen

    Beim sensorischen Design steht laut Rampollo zunächst die Annahme im Vordergrund, dass jedes Produkt für Menschen gemacht wird, die dieses auf unterschiedlichen Ebenen wahrnehmen. CERTESENS geht davon aus, dass das Verständnis von Bedürfnissen und Erwartungen der jeweiligen Zielgruppe dazu beiträgt, die Verbindung zwischen Produkt und Nutzer zu verbessern.

    Dabei arbeitet das französische Unternehmen auf drei Wirkungsebenen: Die erste Stufe ist die des Sinneseindruckes. Hier spielen sich physiologische und neurologische Reaktionen ab, die von CERTESENS objektiviert werden. Darauf folgt die Wahrnehmung, die unter anderem vom kulturellen Hintergrund des Konsumenten, von seinen Erinnerungen oder seiner Erwartungshaltung abhängig ist. Sie kann sich Rompollo zufolge außerdem im Laufe der Anwendung und Nutzung eines Produktes verändern. Wie der Experte erklärte, geht es hier darum, was der Verbraucher mag oder nicht mag. Untersucht wird die Wahrnehmung bei CERTESENS unter anderem durch Interviews, Gruppengespräche oder Eye-Tracking. Die letzte Stufe sind die Emotionen, die positiv oder negativ sein können. So ruft ein bestimmter Duft beim Rezipienten beispielsweise Assoziationen an seine Kindheit hervor. Um diese Emotionen bewerten zu können, analysiert CERTESENS die Intonation der Verbraucher während eines Interviews, deren Gestik sowie Semantik. Anschließend werden all diese Daten gesammelt und priorisiert, sodass am Ende sensorische Kriterien feststehen, die die Wahrnehmung der Konsumenten sowie die Attraktivität der Kosmetikverpackung positiv oder negativ beeinflussen.

    Positive menschliche Reaktionen als Inspiration für das Verpackungsdesign

    Rampollo machte in seinem Vortag zudem deutlich, dass es verschiedenste Auslöser gibt, die eine Reaktion beim Verbraucher bewirken. Der Rezipient riecht, sieht, fühlt, hört und schmeckt ein Produkt. Betrachtet man also beispielsweise den Gebrauch eines Mascaras, dann sind unter anderem die Handlichkeit der Verpackung, der Geruch und das Geräusch beim Herausziehen der Bürste entscheidend.

    Die Besonderheit beim sensorischem Design ist nun, dass man nicht wie beim Produktdesign dem Mascara sensorische Eigenschaften mitgibt und im Anschluss erst analysiert, ob das Produkt positive oder negative Assoziationen hervorruft, sondern dass man sich zuerst genauer mit der Zielgruppe befasst. So analysiert CERTESENS im ersten Schritt, wer das Produkt benutzen wird, wie seine Erfahrungen damit sind, welche Erwartungen er daran hat und in welchem Kontext er es gebrauchen will. Zudem wird geklärt, ob es Eigenschaften gibt, die die bisherigen Produkte auf dem Markt noch nicht mitbringen, die den Verbraucher aber interessieren würden. Hat man herausgefunden, welche Kriterien den Konsumenten überzeugen, dann erst wird daran gearbeitet, dem Produkt die richtige Identität, Optik und Sensorik sowie passende Anwendungseigenschaften zu verleihen, so Rampollo.

    Quelle: Alexandre Rampollo, Key Account Manager bei Certesens in seinem Vortrag „Sensorisches Design: Verbesserung der sensorischen Attraktivität von Kosmetikverpackungen“ am 21. Juni 2017 im Fachprogramm der CosmeticBusiness

    Foto: Fotolia / auremar

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