Zur Sprachwahl
Zur Metanavigation
Zur Sucheingabe
Zur den Bannertabs
Zur Hauptnavigation
Zum Inhalt
Mobile Header

    Amazon: Preissteigerung im Drogeriesortiment

    07.04.17 | 07:55 Uhr

    Marktforschungsinstitut Metoda stellt erste Erfolge der Vertriebsbeschränkungen auf Amazon fest

    Ende Januar setzte Amazon für 50 Marken aus dem Bereich Drogerie umfassende Vertriebsbeschränkungen durch, unter anderem um gegen günstige Grauimporte und Plagiate vorzugehen. Die Anbieter müssen seitdem ihre Bezugsquellen nachweisen, wenn sie über Amazon verkaufen wollen. Neue Daten des Tools „Market Genius“ von Metoda belegen nun erste Erfolge der Beschränkungen: Die Preise für Top-Produkte sind gestiegen und haben sich dem stationären Handel angenähert.

    Preissteigerung bei 31 von 39 Parfüm-Topsellern

    Die neue Vertriebspolitik Amazons wirkt sich nach Angaben der Metoda-Marktforscher insbesondere positiv auf Luxusmarken aus: Wurden Top-Produkte im Herbst 2016 noch zu Niedrigpreisen gehandelt, zeigt sich nun im Schnitt eine Preissteigerung von 10,7 %. Zudem konnten bei 31 von 39 Parfüm-Topsellern Preissteigerungen nachgewiesen werden.

    Das größte Preisplus fand sich beim Eau de Parfum „Alien“ der Marke Thierry Mugler. Hier stellten die Experten eine Steigerung von 76,9 % fest. Zwischen Mitte Oktober 2016 und Ende Januar 2017 war das 30-Milliliter-Flakon auf Amazon für durchschnittlich 35,33 Euro zu haben. Seit der Einführung der Vertriebsbeschränkungen stieg Durchschnittspreis auf 62,49 Euro. Ein ähnlich hohes Plus konnte auch für den Bvlgari-Damenduft „Omnia Crystalline“ ermittelt werden. Bezahlten die Kunden im Herbst 2016 für den 65-Milliliter-Flakon nur 27,24 Euro, stieg der Preis im neuen Jahr um über 50 % auf durchschnittlich 41,78 Euro. Als weitere Beispiele nennt Metoda „Miss Dior“ (Christian Dior, +25 %), „Individuelle“ (Mont Blanc, +23,3 %), „Versace Versense“ (Gianni Versace, +21,7 %), „L 12 Blanc“ (Lacoste, +21,7 %) sowie „Déclaration“ (Cartier, +21,3 %).

    Wie das Marktforschungsinstitut angibt, sind die Preissteigerungen nicht nur bei einzelnen Produkten, sondern über das gesamte Marken-Sortiment hinweg nachweisbar. Der größte Preissprung wurde bei der niederländischen Luxusmarke Viktor & Rolf mit 15,1 % festgestellt. Ebenfalls zweistellig stiegen die Preise der Marken Jean Paul Gautier (+14,1 %), Giorgio Armani (+13,7 %), Dolce & Gabbana (+12,7 %), Victoria’s Secret (+12,4 %), Lacoste und Narciso Rodriguez (jeweils +11,6 %), Juicy Couture (+10,3 %), Hugo Boss (+10,2 %) sowie Clinique (+10,1 %).

    Vertriebsbeschränkungen für fairen Wettbewerb

    Metoda-CEO Stefan Bures betont die positiven Effekte der Vertriebsbeschränkungen: „In margenstarken und hochpreisigen Produktkategorien, in denen der Vertrieb von Grauimporten und Plagiaten besonders lukrativ ist, können Vertriebsbeschränkungen zu einem faireren Wettbewerb führen. Nachdem Market Genius die Problematik im Herbst sichtbar gemacht hat, konnten wir nun die Wirksamkeit der Amazon-Maßnahme belegen.“

    Quelle: Metoda, Foto: Fotolia / Dreaming Andy

    Artikel & Redaktionsarchiv

    Geben Sie hier Ihren Suchbegriff ein.

    Impressum| Datenschutz und Haftung © Leipziger Messe 2017. Alle Rechte vorbehalten